Ein Fahrrad in der Stadt – leihen oder kaufen?

Wir vergleichen die Vor- und Nachteile von Bike Sharing und Fahrradkauf.

Das Thema Bike Sharing wurde in den letzten Monaten vielfach diskutiert. Von Geschichten über stationslose Geisterfahrräder bis hin zur Begeisterung über die nachhaltige Verkehrsalternative sind alle Meinungen vertreten. Aber mal abgesehen von der Diskussion über die Umsetzung der Sharing-Idee durch die Dienstleistungsunternehmen: Was spricht dafür, sich ein Fahrrad auszuleihen? Und welche Vorteile bietet dir ein eigenes Fahrrad? Wir haben ein paar Argumente zusammengetragen, die beide Seiten beleuchten.

Bike-Sharing vs. eigenes Fahrrad

Eigenes Fahrrad

PRO: Wenn du dir dein eigenes Fahrrad kaufst, kannst du selbst entscheiden welche Farbe und Form es haben soll. Typ, Sattelgröße, Lenker kannst du dir so aussuchen, dass es perfekt deine Ansprüche erfüllt. Dein eigenes Fahrrad steht außerdem immer zuhause bereit und entgehst dem Risiko, dass du eine leere Bike-Sharing-Station erwischst oder du bei einer vollen Station dein Fahrrad nicht sofort zurückgeben kannst.

CONTRA: Ein eigenes Fahrrad bringt allerdings auch Anschaffungskosten mit sich. Wer ein neues Fahrrad möchte, kann schon mal ein paar hundert Euro dafür liegen lassen. In weiterer Folge kommen noch Kosten für Ausstattung wie Fahrradkorb, Lichter, Schloss, Pumpe, Fahrradschläuche etc. sowie Servicekosten dazu. Natürlich braucht ein eigenes Fahrrad aber auch Platz. Wenn du einen Fahrradabstellraum hast, kein Problem! Ansonsten kann es mühsam oder riskant werden. Wenn dein Fahrrad einsame Nächte draußen verbringen muss, besteht die Gefahr, dass es gestohlen wird. Wenn es die Treppen runter in ein Kellerabteil getragen werden muss oder in der Wohnung den Eingangsbereich blockiert, ist es auch nicht ideal.

Bike-Sharing

PRO: Wesentlich flexibler bist du mit einem geliehenen Fahrrad unterwegs. Du musst dir keine Gedanken über die Wartung oder sonstige Wehwehchen machen und das Fahrrad nimmt dir auch keinen Platz weg. Du kannst One-Way-Strecken fahren und dir damit offen lassen, wie du deinen Rückweg gestaltest. Bei Regen musst du dir damit keine Sorgen machen, wie du trocken nach Hause kommst. Außerdem kannst du es spontan benützen, wenn ein Öffi-Ausfall deine Geduld auf die Probe stellt.

CONTRA: Nachteil ist, dass das Angebot häufig auf die Innenstadt optimiert ist. Weitere Ausflüge sind daher entweder nicht möglich oder kosten etwas mehr. Stationen können voll oder leer sein, was je nachdem ob du das Fahrrad gerade ausleihen oder zurückgeben willst gut oder schlecht sein kann.

Was ist nun besser?

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile und das eine schließt das andere nicht aus. Auch Fahrradbesitzer können in Situationen sein, wo es sich gut anbietet ein Fahrrad auszuleihen. Wenn du allerdings lieber ein stylisches Fahrrad haben möchtest, das allen deinen Wünschen gerecht wird, dann bist du mit einem eigenen Fahrrad langfristig zufriedener.

Wenn du hingegen gerne flexibel bist und keine Gedanken mit Unterbringung, Diebstahlsängsten, Wartung & Co verschwenden möchtest, dann ist wahrscheinlich Bike Sharing die richtige Antwort.

Der Routenplaner vergleicht die Strecken mit eigenem Fahrrad und Bike Sharing.

In unserer App werden dir im Routenplaner beide Alternativen vorgeschlagen. Du kannst vergleichen, wie viel Zeit du mit dem eigenen Fahrrad benötigst oder siehst auf einen Blick, wo sich die nächste Bike-Sharing-Station in deiner Umgebung befindet.